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2011 – Verhalten wie in der Kammermusik
Betreff: 2011 – Verhalten wie in der Kammermusik
Sendungsdatum: 2010-12-17 00:13:30
Ausgabe #: 2
Inhalt:
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Liebe Kammermusikfreunde,

 

Wäre das, was da in der Überschrift steht, nicht eine wundervolle Traumvorstellung für alle Bereiche des Lebens, für das Arbeitsleben, die Politik, das veralten in der Wirtschaft und so fort? Ja selbst für das Verhalten in der Musikwelt? Denn wir alle wissen, dass die Kammermusik vor allem eines lehrt: Das Miteinander in so harmonischer Weise, dass man ein gemeinsames Ziel erreicht, nachdem man alle Varianten, alle Möglichkeiten, alle Facetten beleuchtet hat. Und dann geht man nach all dieser Arbeit raus und versucht einen dritten zu begeistern (bei der Kammermusik ist es das Publikum). Fast scheint es so, als wäre dieser Wunsch nach mehr kammermusikalischem Verhalten in der Sozio-Kultur ein unrealistisch hehrer Wunsch. Utopie?

Nun, in jedem Fall wissen alle Ausbilder von Kammermusik, dass das soziale Verhalten wohl kaum auf andere Weise so verbessert bzw. gestärkt werden kann wie durch die früheste Ausbildung von Kammermusik. Kinder, die gelernt haben, sich auf einem gemeinsamen Interessensfeld mit anderen Kindern schon auseinander zu setzen, werden im Erwachsenenalter kaum Aggressivität aufweisen, wenn es um die Konfliktbewältigung geht. Was mehr könnte man sich wünschen, wenn es um das Zusammenleben geht?

Nun, der eigentliche Wunsch, die Konsequenz, müsste sein, dass allen Kindern eine politisch geförderte Kammermusikausbildung zugute kommt. Doch davon sind wir wohl leider weit entfernt, wären damit auch viele langfristige und vor allem auch teure Problemfälle in der Zukunft bewältigt.

Nun, all dies ist sicherlich Wunschdenken, aber immerhin arbeiten wir mit unserem Magazin ENSEMBLE daran, dass die Kammermusik weiterhin eine große Verbreitung und Akzeptanz findet, die sie bislang vielleicht auf diese Weise nicht in der Öffentlichkeit hatte.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein wunderbares (kammermusikalisches) Fest zu Weihnachten 2010 – und natürlich einen ebenso genussvollen Beginn für das Jahr 2011.

Ihr

Ensemble-Magazin

 

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