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Wettbewerbsfieber
Betreff: Wettbewerbsfieber
Sendungsdatum: 2011-08-11 22:14:37
Ausgabe #: 4
Inhalt:
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Liebe Kammermusik-Liebhaber,

„In der Kammermusik sind Wettbewerbe noch rar gesät!“ Eine Aussage, der Sie nicht zustimmen? Sie haben den Eindruck, dass es auch für alle Arten von kammermusikalischen Besetzungen genügend, ja sogar zu viele internationale Musikwettbewerbe gibt? Nun, im Vergleich zu anderen Kategorien sind es wirklich nur wenige – und denen geht es nicht einmal hervorragend. Natürlich, wenn man die vergangenen Monate beschaut, gab es doch einige: Trio di Trieste, Premio Borciani, Wettbewerb in Australien, Wettbewerb in Kanada … Sind es doch zu viele? Nun, das Interesse an der Kammermusik steigt, gerade an Streichquartetten – in Bezug auf das Publikum. Das ist kein Märchen, sondern Realität! Das spüren gewiefte und weitblickende Veranstalter genauso wie auch Wettbewerbe.

Reichen also die Wettbewerbe, die wir haben aus, um genügend junge Künstler auf die Bühnen zu spülen? So wie es beispielsweise im Bereich von Geigern und Pianisten mit einer unüberblickbaren Anzahl an internationalen Wettbewerben schon seit Jahrzehnten der Fall ist? Es reciht, denke ich. Denn letztendlich sind Wettbewerbe zwar ein guter Filter für herausragende Ensembles. Aber sie sind nicht alleinig zuständig für die Qualitätssicherung. Auch wenn dies im Kammermusik-Bereich sicherlich noch stärker gegeben ist, als bei Wettbewerben mit Solisten. Dennoch kann man sich als Kammermusik-Ensemble auch immer noch einen Namen machen, wenn man keinen 1. Preis in einem Wettbewerb gewonnen hat. Dass dies so bliebt ist wichtig, ansonsten gibt es bald schon auch in der Kammermusik (wie es bei den genannten anderen Kategorien fast schon üblich ist) womöglich etwaige Zirkel von Juroren, die letztendlich bestimmen, wer die Fördermaßnahmen eines Wettbewerbs erhält und wer nicht. So soll es nicht werden!

Wettbewerbe sind spannend und gut, solange sie selbstbestimmt für das einzig richtige Ziel eintreten: Die Musik und die wirklich gut gemeinte Förderung junger Künstler.

 

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen Ihr

ENSEMBLE-Team

 

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