Ausgabe 1 / 2009
(leider nur noch als ePaper erhältlich!)
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Leseprobe:
Patricia Kopatchinskaja
Von: Carsten Dürer
Wenn Patricia Kopatchinskaja auf der Bühne erscheint, hat man das
Gefühl, als ginge eine Energieaura von ihr aus. Und dabei ist die heute
31-Jährige keine von den Geigerinnen, die sich beständig ins rechte
Licht rücken wollen. Nein, sie will dem Publikum die Freude an der
Musik bringen, will musizieren – und Spaß dabei haben. Und genau dies
macht das Spiel von Patricia Kopatchinskaja so besonders, so
authentisch und so faszinierend. Dabei spielt sie wie eine, die niemals
etwas anderes gemacht hat, man kann sich diese kleine Person nur mit
einer Geige zwischen Schulter und Kinn vorstellen.
Patricia Kopatchinskaja ist eine junge Geigerin, die weit aus der auf
Schönheit und Mainstream ausgerichteten Masse von jungen Geigerinnen
heraussticht. Wir trafen sie nach einer Probe in Mannheim.
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Ausgabe 2 / 2009
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Leseprobe:
Gewandhaus-Quartett im 200. Jahr
„Wir sind die Letzten einer Tradition.“
Von: Carsten Dürer
Kurz nachdem der damalige Konzertmeister des bereits renommierten
Gewandhausorchesters in Leipzig, Heinrich August Matthäi, 1808 ein
Streichquartett unter dem Namen des Hauses gegründet hatte, wurden die
Abende des Quartetts ein Höhepunkt in der damaligen sächsischen
Metropole Leipzig. Seither existiert das Gewandhaus-Quartett
ununterbrochen. Eine lange Tradition, die sich durch die immer neue
Besetzung des Quartetts beständig erneuerte. Heute sind es die
Mitglieder Frank-Michael Erben (1. Violine), Conrad Suske (2. Violine),
Olaf Hallmann (Viola) und Jürnjakob Timm (Cello), die diese Tradition
fortleben lassen. Längst ist aus dem an das Gewandhaus gekoppelten
Quartett ein weltweites Aushängeschild für die deutsche Quartettkultur
geworden. Wir sprachen mit dem Quartett, das in der laufenden Saison
2008/2009 sein 200. Bestehen feiern kann. Und wir erfuhren dabei, dass
die momentane Besetzung die letzte sein wird, die in der Leipziger
Streichertradition ausgebildet wurde.
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Ausgabe 3 / 2009
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Leseprobe:
Ein Ruheort für die Kammermusik
Das Louisiana – Museum of Modern Arts an der Küste Dänemarks
Von: Carsten Dürer
Eigentlich ist es ein Museum für moderne Kunst, das „Louisiana“ an der Küste von Dänemark, zirka 30 Kilometer im Norden von der Hauptstadt Kopenhagen gelegen. Was dieser Platz zu bieten hat? Nun, neben einer wunderbaren Lage mit Blick auf die schwedische Küste, vor allem auch: eine wundervolle Kammermusikserie, die Künstler aus aller Welt präsentiert. Kaum ein Name im Programm, den man nicht kennt. Um die 30 Konzerte im Jahr werden angeboten. Doch man fragt sich, wer in diese „Einöde“ in Humlebæk kommt, um regelmäßig Kammermusik auf höchstem Niveau zu hören. Wir fuhren ins Louisiana, besuchten ein Konzert und sprachen mit dem Leiter der Musikabteilung, Lars Fenger, über das Haus, die Ideen und die Programmatik.
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Ausgabe 4 / 2009
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Leseprobe:
Das Interview
Tecchler Trio
Von: Carsten Dürer
Sie stammen aus der Schweiz und aus Deutschland, die drei Mitglieder des Tecchler Trio. Bis zum Gewinn des ARD-Wettbewerbs 2007 in der Kategorie Klaviertrio kannten nur Insider, die das internationale Wettbewerbsgeschehen verfolgen, die Namen der Mitglieder: Benjamin Engeli (Klavier), Esther Hoppe (Violine) und Maximilian Hornung (Cello). Doch mittlerweile hat sich dieses Klaviertrio, in dem kein Mitglied das Alter von 30 Jahren erreicht hat, einen Bekanntheitsgrad erspielt, der nicht erstaunlich ist, wenn man dieses Trio einmal live gehört hat. Vielmehr erstaunt immer wieder, mit welcher Intensität, mit welch berauschender Tiefe und mit was für einem unglaublich seltenen Verschmelzungsgrad des Klangs dieser drei so unterschiedlichen Instrumente die drei Werke aus unterschiedlichsten Epochen spielen. Wir trafen das Trio vor einem Konzert in Lippstadt und sprachen mit ihm über die Entscheidung, Kammermusik zu spielen, über die anderen Tätigkeiten der Mitglieder und über die Ideen, die sie für ihr Weiterkommen haben.
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Ausgabe 5 / 2009
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Leseprobe:
Das Portrait
Cuarteto Casals
Von: Carsten Dürer
Sie sind das erste Streichquartett ihres Heimatlandes Spanien, das es zu internationaler Bekanntheit gebracht hat. Und dabei ist das Cuarteto Casals noch jung und befindet sich immer noch innerhalb einer aufsteigenden Karriere. Und dennoch ist es eines der bereits renommierten jungen Streichquartette weltweit, hat in allen wichtigen Sälen und Städten konzertiert, hat mehrere CDs für Harmonia Mundi eingespielt und unterrichtet seit einigen Jahren auch in Barcelona, um dem Nachwuchs in Spanien seine Erfahrungen und sein Wissen um das Leben als Streichquartett zu vermitteln. Vor einem Konzert in Bensheim sprachen wir mit dem Quartett über die Entwicklung in Spanien und über seine Karriere.
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Ausgabe 6 / 2009
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Leseprobe:
Das Portrait
Quatuor Danel
Von: Carsten Dürer
Eigentlich sind die Ursprungsmitglieder des Quatuor Danel Franzosen. Dennoch haben sie ihr Streichquartett 1991 in Brüssel gegründet. Doch da war das Quartett schon mittendrin im Geschehen, hatte schon mit dem Amadeus Quartett, dem Borodin Quartett, mit Schülern von Fyodor Druzhinin aus dem Beethoven Quartett und Walter Levin vom LaSalle Quartet zusammengearbeitet. Doch dann lud Hugh Maguire das Quartett nach Aldeburgh ein, um dort als „Quartet in Residence“ Literatur zu erarbeiten, ein Jahr lang. Das war der eigentliche Durchbruch.
Mittlerweile ist das Quartett, das aus Marc Danel (1. Violine), Gilles Millet (2. Violine), Vlad Bogdanas (Viola) und Guy Danel (Cello) besteht, ein weltweit agierendes und anerkanntes Streichquartett, das seit 2005 an der University of Manchester als Quartet in Residence lehrt und diese Position vom renommierten Lindsay Quartet übernahm. Wir sprachen mit den vier Streichern über ihre Entwicklung, über Repertoire und die Notwendigkeit, Amateurmusiker zu fördern.
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Jung, spannend und innovativ
„Heidelberger Frühling“ setzt auch mit dem Streichquartettfest auf Begegnung und Dialog
Von: Carsten Dürer
Natürlich sind sie wieder dabei, die ganz großen Namen, wenn vom 20. März bis zum 24. April 2010 das Internationale Musikfestival „Heidelberger Frühling“ zu rund 80 Veranstaltungen in die Romantikstadt am Neckar einlädt. Angekündigt haben sich unter anderem Thomas Hampson, Sol Gabetta und das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons. Klavierfans können sich auf Hélène Grimaud, Ivo Pogorelich, Grigory Sokolov, Ewa Kupiec (Chopin-Klavierkonzerte mit dem Pra˛ák Quartett!) und einen Vortrag von Alfred Brendel freuen. Auch der erste „Artist in Residence“ ist eine Pianistin: ECHO-Klassik-Preisträgerin Ragna Schirmer, die in vier Konzerten und einem Meisterkurs zu erleben ist.
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