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Jahrgang 2014
6 / 2014 PDF Drucken E-Mail

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Leseprobe:

Vier starke Persönlichkeiten

Quatuor Zaïde

Von: Verena Düren

Dass man inzwischen das hervorragende Quatuor Zaïde in vielen Konzertsälen der Welt erleben darf, ist eigentlich mehr dem Zufall zu verdanken und einer kometenhaften Entwicklung. Die vier Musikerinnen Charlotte Juillard, Leslie Boulin-Raulet, Sarah Chenaf und Juliette Salmona, die alle in Paris beheimatet sind, kannten sich über die Hochschule oder sogar noch aus der Schulzeit. Als der Wunsch aufkam, „nebenher“ auch Kammermusik zu machen – natürlich rein privat und aus Spaß – fand man sich so 2009 zusammen und begann, gemeinsam Musik zu machen. Was zunächst als Spaß, ohne Lehrer und ohne jede professionelle Intention begann, wurde jedoch sehr schnell zu mehr, als das Quartett um Primaria Charlotte Juillard sich entschloss, als Ensemble Unterricht zu nehmen und an Meisterkursen teilzunehmen.

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Liebe Kammermusikfreundinnen und -freunde, PDF Drucken E-Mail
im Oktober 2003 erschien die erste Ausgabe von ENSEMBLE – Magazin für Kammermusik, vor fast genau 11 Jahren. Die Entwicklung in der Kammermusik war in dieser Zeit beachtlich. Es bestand zu dieser Zeit eine immense Lücke in der Medienlandschaft für Kammermusik. Fast die gesamte Fachpresse nahm sie so gut wie gar nicht wahr, kaprizierte sich allein auf die Solisten, die Oper- und Orchester-Landschaft. Wir sahen damals diese Lücke, die wir aus Liebe zu diesem Genre schließen wollten und taten dies mit dem entsprechenden Enthusiasmus.
Es waren 11 gute Jahre, die wir gemeinsam mit den neu entstandenen Aktivitäten von Festivals, Ausbildungsinstitutionen, Wettbewerben, Hochschulen und vielen anderen Einrichtungen gemeinsam gegangen sind. Vieles hat sich entwickelt, um der Kammermusik eine „starke Stimme“ in der Musiklandschaft zu verleihen, die ihr zusteht. Heute gibt es kaum mehr Solisten, die nicht auch Kammermusik spielen (müssen). Fast jeder große Musiker, der auch solistisch mit Orchester auf der Bühne auftritt, spielt – und wenn nur den Sommer über bei den einschlägigen und zahllosen Kammermusik-Festivals – innerhalb der kommunikativen, kleinen Besetzungen. Die Kammermusik hat dadurch einen Stellenwert erreicht, der ihr zusteht als eine der intensivsten Formen des Musizierens überhaupt.

Dennoch ist es ein Genre, in dem die Liebhaber nicht genügen rezipieren oder über die Gattung lesen. Unser Anspruch war es, die gesamte Breite der Kammermusik darzustellen, so gut es in einem zweimonatlichen Magazin geht. Doch durch die zahlreichen Aktivitäten, die Übernahme der Kammermusik durch andere Medien, hat sich über die vergangenen paar Jahre das Interesse an ENSEMBLE nicht verstärkt, sondern ist zurückgegangen. Das Ergebnis ist ein Jahr voller Entbehrungen, die den Verlag finanziell sehr in Anspruch genommen hat.
Es musste eine schmerzliche Entscheidung getroffen werden:

WIR STELLEN DIE HERAUSGABE VON ENSEMBLE EIN.


Das Heft 6-2014 ist das letzte, das am Markt erscheint. Natürlich schmerzt es, nach so langer Zeit und so vielen positiven Begegnungen mit Kammermusikern und Kammermusikliebhabern, ein solches Magazin einzustellen. Ich denke, dass die Kammermusik entgegen aller Negativmeldungen in einer Art floriert, die erkennen lässt, dass sie anscheinend kein eigenes Magazin für ihre Belange benötigt.

Wir danken all unseren Lesern, den Partnern, mit denen wir so eng und intensiv zusammengearbeitet haben und hoffen, dass es immer weiter aufwärts geht mit der Kammermusik im öffentlichen Bewusstsein. Dass es sich lohnt, wissen wir alle!

Diese Website bleibt bestehen, damit Sie zumindest die Möglichkeit haben, ältere Ausgaben zu bestellen oder unser E-Paper vergangener Ausgaben zu lesen.

Ihr
Carsten Dürer

 
5 / 2014 PDF Drucken E-Mail

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Leseprobe:

Verwurzelt in der tschechischen Tradition

Zemlinsky Quartett

Von: Carsten Dürer

Sie trafen sich schon in jungen Jahren, die Streicher des Zemlinsky Quartetts. Petr Holman, der Bratscher des Quartetts, und der Cellist Vladimír Fortin kennen sich schon aus Jugendtagen und spielten gemeinsam im Schüler-Orchester. Am Prager Konservatorium, noch als Teenager, formten sie dann gemeinsam mit Frantisek Soucek, dem heutigen ersten Violinisten, ein Streichquartett – zum Spaß. Heute gilt das mit dem Violinisten Petr Strízek vervollständigte Zemlinsky Quartett als eines der Streichquartette der jüngeren Generation, das die große Tradition der tschechischen Streichquartette fortführt. Und obwohl die Spieler des Zemlinsky Quartetts noch jung sind, können sie in diesem Jahre bereits auf eine 20-jährige Geschichte zurückblicken.

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3 / 2014 PDF Drucken E-Mail

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Leseprobe:

Die Stimme des Komponisten hörbar machen

Heath Quartet

Von: Hans-Dieter Grünefeld

Das im Jahr 2002 gegründete Heath Quartet hat sich in den vergangenen Jahren in verschiedenen Residencys und prominenten Konzertreihen wie in der Wigmore Hall London profilieren können. Insbesondere Interpretationen von Repertoire der klassischen Moderne (Zyklen mit den Streichquartetten von Béla Bartók und Michael Tippett) und Kooperationen mit zeitgenössischen Komponisten begründen die hervorragende Reputation von Oliver Heath und Cerys Jones (Violinen), Gary Pomeroy (Viola) und Christopher Murray (Cello), die beim Heidelberger Frühling 2014 bereit waren, über die eigene Identität als Quartett und dessen Perspektiven zu sprechen.

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4 / 2014 PDF Drucken E-Mail

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Leseprobe:

Immer wieder neu inspiriert

Carolin Widmann

Von: Monika Hildebrand

Vor 10 Jahren haben wir die Geigerin Carolin Widmann schon einmal porträtiert. Damals war sie gerade am Anfang und dennoch schon inmitten ihrer Karriere, hatte gerade den Belmont-Musikpreis für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung gewonnen und war voller Pläne. Wir haben die 10 Jahre zum Anlass genommen, um wieder einen Blick auf ihr Tun zu werfen, das ungebrochen von einer großen Lebendigkeit und Freude erfüllt ist. Bei einem Konzert mit ihrem Bruder Jörg Widmann (Klarinette) und Oliver Triendl (Klavier) im Wiener Konzerthaus im Juni 2014 trafen wir sie zu einem Gespräch.

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2 / 2014 PDF Drucken E-Mail

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Leseprobe:

„Wir möchten die Kernidentität des Werks zum Ausdruck bringen.“

Armida Quartett

Von: Burkhard Schäfer

Joseph Haydn gilt als Vater des Streichquartetts. Sich auf ihn zu berufen, zumal als junges Streichquartett, liegt also nahe. Das dachten sich auch vier junge Musiker aus „gestandenen“ Musiker-Familien, die sich 2006 in Berlin zusammenfanden und seitdem eng mit Mitgliedern des Artemis Quartetts zusammenarbeiten. Für ihren Ensemble-Namen wählten sie aber keinen Begriff aus Haydns Quartett-Kosmos, sondern aus der Welt des Musiktheaters: „Armida“ heißt eine der bekanntesten Opern des Meisters, und dieser Name gefiel Martin Funda und Johanna Staemmler (Violinen) sowie Teresa Schwamm (Viola) und Peter-Philipp Staemmler (Violoncello) so gut, dass sie ihn auf ihre „Fahnen“ schrieben. Ihren Durchbruch erlebten die Musiker 2012. Sie gewannen nicht nur den ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb, sondern zugleich auch den Preis für die beste Interpretation eines Auftragswerks. Und wer das Glück hatte, das Armida Quartett live auf der Bühne zu hören, spürt: Hier sind nicht nur technisch hoch versierte Streicher am Werk, sondern vor allem vier begeisterungsfähige Musiker, die in der Lage sind, zum Kern der Werke vorzudringen. Im Oktober vergangenen Jahres erschien ihre Debüt-CD mit ausschließlich Werken des 20. Jahrhunderts von Bartók, Kurtág und Ligeti…

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1 / 2014 PDF Drucken E-Mail

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Leseprobe:

Klaviertrio spielen wie ein Streichquartett

Wiener Klaviertrio

Von: Carsten Dürer

Wie so oft waren es drei Studenten, die sich 1988 in Wien erstmals zum Spiel als Klaviertrio zusammenfanden und feststellten, dass sie diesen Weg professionell weiterbeschreiten wollen. Zu Beginn waren das der Geiger Wolfgang Redik, der Cellist Marcus Trefny und der Pianist Stefan Mendl. Mittlerweile gab es einige Wechsel, allein Stefan Mendl ist als Gründungsmitglied geblieben. Doch mit dem Cellisten Matthias Gredler seit 2011 und mit dem jungen Geiger Bogdan Bozovic seit 2012 besteht das Wiener Klaviertrio nun schon 25 Jahre. Zahllose CD-Einspielungen bei Nimbus und MDG liegen vor. Doch wie ist das mit einem Klaviertrio damals gewesen und wie stellt sich die Situation für ein rein als Klaviertrio agierendes Ensemble heute dar? Wir trafen die drei Musiker zu einem intensiven Gespräch…

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