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Leseprobe:

Das Interview

Tecchler Trio

Von: Carsten Dürer

Sie stammen aus der Schweiz und aus Deutschland, die drei Mitglieder des Tecchler Trio. Bis zum Gewinn des ARD-Wettbewerbs 2007 in der Kategorie Klaviertrio kannten nur Insider, die das internationale Wettbewerbsgeschehen verfolgen, die Namen der Mitglieder: Benjamin Engeli (Klavier), Esther Hoppe (Violine) und Maximilian Hornung (Cello). Doch mittlerweile hat sich dieses Klaviertrio, in dem kein Mitglied das Alter von 30 Jahren erreicht hat, einen Bekanntheitsgrad erspielt, der nicht erstaunlich ist, wenn man dieses Trio einmal live gehört hat. Vielmehr erstaunt immer wieder, mit welcher Intensität, mit welch berauschender Tiefe und mit was für einem unglaublich seltenen Verschmelzungsgrad des Klangs dieser drei so unterschiedlichen Instrumente die drei Werke aus unterschiedlichsten Epochen spielen. Wir trafen das Trio vor einem Konzert in Lippstadt und sprachen mit ihm über die Entscheidung, Kammermusik zu spielen, über die anderen Tätigkeiten der Mitglieder und über die Ideen, die sie für ihr Weiterkommen haben.

Sie sind soeben aus Nürnberg angereist, um in der Jacobikirche in Lippstadt ein Konzert zu geben. Eine lange Fahrt, die man Maximilian Hornung noch ein wenig anmerkt: Er wirkt müde und abgespannt, auch wenn er zugibt, dass er gerne Auto fährt, vor allem, wenn es sein eigenes ist. Dennoch sind es etliche Stunden, die er auf der Autobahn verbracht hat. Nach dem Interview, so sagt er, will er sich noch hinlegen, Esther Hoppe ebenfalls. Und proben? „Das machen wir kurz vor dem Konzert“, sagen sie und sind dabei ganz ruhig, auch nachdem sie die Kirche in Augenschein genommen haben. Wir setzen uns bei herrlichstem Wetter in den kleinen Hof der Kirche, die zwar noch als Kirche genutzt wird, aber dem Städtischen Musikverein Lippstadt mittlerweile als Konzertraum mit 160 Sitzplätzen und als perfekter Kammermusiksaal zur Verfügung steht. Insgesamt wirken dennoch alle drei extrem entspannt, sind bestens gelaunt.

Ensemble: Sie beide, Frau Hoppe und Herr Engeli, haben ja schon zusammen im Duo gespielt, bevor Sie, Herr Hornung, hinzukamen. Daneben hatten Sie ja auch schon solistische Tätigkeiten. Warum kommt es dann zu dem Wunsch, auch noch ein Klaviertrio zu gründen, eine weitere Belastung anzugehen?

Esther Hoppe: Das ist ja ganz etwas anderes ...

Benjamin Engeli: Wir hatten nicht die Idee, ein Klaviertrio zu gründen, das dann wahnsinnig viele Konzerte spielt, das kann man ja gar nicht so steuern, vor allem dann nicht, wenn man noch im Studium ist. Es war einfach cool. Das Repertoire hat uns interessiert, die Instrumentenkombination, die Balance zwischen solistischem Spiel und gemeinsamem Spiel. Das ist ja im Klaviertrio ganz ausgeprägt. Und das ist auch heute noch so, wenn wir mit befreundeten Musikern reden – die meisten sagen, dass es das Schönste ist, Kammermusik zu spielen. Auch wenn man gern im Orchester oder als Solist spielt.

Ensemble: Das war also am Anfang nur ein Ausprobieren?

Maximilian Hornung: Ja natürlich!

Esther Hoppe: Also wir haben uns von Anfang an gesagt, dass wir es nur dann anfangen, wenn wir ein richtig gutes Gefühl dabei haben. Also wir wollten keine halbherzige Sache machen.

Maximilian Hornung: Wir konnten ja am Anfang auch nicht abschätzen, was für Ausmaße das Ganze annimmt. [er grinst] So gesehen war das natürlich erst einmal nur ein Ausprobieren, hier und da das ein oder andere Hauskonzert spielen. Dann mal einen Wettbewerb zu machen – und dann einmal schauen, wo das Ganze hinführt.

Ensemble: Sie haben sich in Basel getroffen?

Alle: In Zürich!

Ensemble: In Zürich: Sie, Herr Hornung, waren recht frisch an der Hochschule, und Sie beide waren schon länger dort. Als Frau Hoppe und Herr Engeli auf Sie zukamen, hatten Sie da denn auch schon Kammermusikerfahrung?

Maximilian Hornung: Ja, natürlich. Ich hatte schon viel Kammermusik gespielt, ich hatte schon früher sogar einmal ein anderes Klaviertrio, allerdings war ich damals noch in der Schule. Da haben wir dann Jugend musiziert gespielt. Das war alles zwar noch auf einem anderen Niveau, aber das hat Spaß gemacht und war auch eine regelmäßige Arbeit. Zudem habe ich mit meinem Vater viel gespielt, der ja Geiger ist [Ludwig Hornung, Anm. d. Red.]. Aber nichts war von vornherein so auf Kontinuität aufgebaut wie dieses Trio jetzt.

Ensemble: Können Sie beschreiben, wie das war: das erste Mal zusammen?

Esther Hoppe: Maximilian ist zu uns nach Hause gekommen. – wir wohnten damals schon zusammen – und dann haben wir wahrscheinlich etwas getrunken [sie grinst die anderen beiden fragend an]?

Benjamin Engeli: Genau, und danach haben wir gemeinsam etwas gekocht ...

Maximilian Hornung: Wir haben alles vom Blatt gespielt, alles durcheinander. Es war Spaß.

Benjamin Engeli: Und dann haben wir uns natürlich gefragt, ob das einen Sinn für die Zukunft macht. Und wir fanden alle drei bald: Ja, das macht Sinn. So organisierten wir also Konzerte in der Musikhochschule und einige Hauskonzerte und meldeten uns dann für den Deutschen Musikwettbewerb an.

Ensemble: Das war ein Jahr später, also 2004, richtig?

Maximilian Hornung: Na ja, es war nur ein halbes Jahr später.

Ensemble: Das heißt aber, dass Sie von Anfang regelmäßig geprobt und gearbeitet haben, um schnell voranzukommen?

Benjamin Engeli: Das war vor allem der Wettbewerb, auf den wir uns ja vorbereiten mussten.

Maximilian Hornung: Das gesamte Repertoire war ja ganz neu für uns.

Ensemble: Und dann haben Sie gewonnen. Überhaupt habe ich ja festgestellt, dass Sie nicht nur als Ensemble, sondern schon zuvor als Solisten Wettbewerbe gespielt haben, sich die Wettbewerbe bislang wie ein roter Faden durch Ihr Leben ziehen. Sie, Frau Hoppe, haben 2002 den Internationalen Mozartwettbewerb für Violine in Salzburg gewonnen, Sie, Herr Hornung, haben 2005 den Deutschen Musikwettbewerb als Solist gewonnen. Ist das eine wichtige Planung von Anfang an gewesen ...

Esther Hoppe: Als Gruppe ist das schon wichtig, denke ich. Denn als wir angefangen haben, hat uns logischerweise niemand gekannt. Es ist einfach eine Plattform, auf die man sich bringen will. Und der Deutsche Musikwettbewerb war da natürlich wunderbar.

Maximilian Hornung: Er hat einfach die optimale Einstiegsmöglichkeit geboten.
Esther Hoppe: Genau, wir wurden ja dann in die Liste „Bundesauswahl Junger Künstler“ aufgenommen und haben daraufhin sehr viel gespielt. Und für eine neue Gruppe ist das optimal: Man spielt viel und sammelt Erfahrungen, kann Repertoire aufbauen. Daher denke ich, dass gerade für ein Ensemble Wettbewerbe ganz wichtig sind.

Ensemble: Und deshalb haben Sie noch weitere Wettbewerbe angeschlossen und haben dann noch Preise beim Prix Credit Suisse, beim Internationalen Musikwettbewerb in Wien 2004, ein Jahr später den Migros Wettbewerb für Kammermusik 2005 gewonnen. Dann, 2007 haben Sie in Melbourne und in München bei den großen Wettbewerben gespielt und auch dort Preise gewonnen. Hatten die Wettbewerbe wirklich Auswirkungen?

Maximilian Hornung: Also gehen wir noch einmal zurück zum Deutschen Musikwettbewerb. Was da auf uns zukam, war uns ja gar nicht bewusst, aber wir haben daraufhin wohl so um die 70 Konzerte in dem Jahr gespielt.

Ensemble: Wie haben Sie das eigentlich mit Ihren anderen Aktivitäten organisiert?

Maximilian Hornung: Was zuerst kommt, wurde gemacht.
Esther Hoppe: Da haben wir diese ganz klare Einstellung, auch jetzt noch.

Benjamin Engeli: Der Veranstalter, der zuerst anfragt, bekommt den Zuschlag.

Ensemble: Das habe ich nicht verstanden.

Esther Hoppe: Also wenn einer von uns solistisch einen Termin annimmt, dann wird in dieser Zeit kein Trio-Termin angenommen werden, und anders herum. Es geht immer der vor, der zuerst angefragt hat.

Ensemble: Das bedeutet, dass alle Tätigkeiten bei Ihnen denselben Stellenwert haben?

Esther Hoppe: Ja genau, ansonsten wird es wahnsinnig kompliziert.

Ensemble: Das bedeutet, dass die Parallelität der Verpflichtungen Ihnen wichtig ist. Auch wenn Sie genügend mit dem Trio verdienen könnten, würden Sie das Trio nicht den anderen Tätigkeiten vorziehen?

Esther Hoppe: Ich denke, dass wir als Trio am besten funktionieren, wenn wir noch all die anderen Sachen nebenher machen. Wir haben ja in der einen Saison sehr viele Konzerte gespielt. Und da haben wir gemerkt, dass es auch für das Trio gut ist, wenn wir uns alle nebenher auch noch andere Inspirationen holen, dass es etwas Positives ist. Das bedeutet nicht, dass wir das Trio vernachlässigen oder nicht ernst genug nehmen. Aber es ist eine gute Balance ...

Ensemble: Sie beide, Frau Hoppe und Herr Hornung, haben ja zudem jetzt noch feste Anstellungen: Sie, Frau Hoppe, sind Konzertmeisterin des Münchner Kammerorchesters geworden, und Sie, Herr Hornung, sind 1. Solo-Cellist im Bayerischen Rundfunksinfonieorchester. Kommt es da nicht doch zu unglaublichen Kollisionen mit anderen Terminen?

Maximilian Hornung [lachend]: Das werden wir dann sehen. Das kann man jetzt noch nicht absehen, erst im nächsten Jahr.

Ensemble: Ist die Stelle noch so neu?

Maximilian Hornung: Nun, ich habe meine Stelle schon seit zwei Jahren, aber ich fange sie erst jetzt im September an.

Esther Hoppe: Es ist sicherlich viel, wir machen alle sehr viel. Aber ich bin positiv eingestellt, und denke, dass das alles eine Organisationssache ist. Man muss also gut organisieren.

Ensemble: Wohnen Sie denn mittlerweile alle an einem Ort?

Maximilian Hornung: Ich ziehe jetzt von Berlin nach München.

Esther Hoppe: Und wir wohnen in Zürich und ich pendle dann zwischen Zürich und München.

Benjamin Engeli: Das geht jetzt schon besser.

Ensemble: Dann beschreiben Sie doch mal, wie das bei Ihnen rein praktisch abläuft, mit der Erprobung von neuem Repertoire.

Maximilian Hornung: Wir planen unsere Konzerte immer in Blöcken. Das bedeutet, dass wir nie ein Konzert einzeln haben. Es sind immer mehrere Konzert am Stück. Und dann versuchen wir auch noch, ungefähr die gleichen Programme zu spielen. Und je nach den Werken, treffen wir uns dann ein paar Tage vorher und proben.

Ensemble: Es hört sich so an, als seien Sie so, wie es momentan läuft, sehr zufrieden und würden es auch weiterhin so handhaben wollen, ist das richtig?

Alle: Ja!

Ensemble: Sie haben ja eine riesige Repertoireliste. Wie lange brauchen Sie, um ein Stück wieder aus der Versenkung zu holen, um es wieder bühnenreif zu haben?

Maximilian Hornung: Es kommt ja aufs Stück an und wie oft wir das Stück vorher schon gespielt haben. Wenn es ein Mozart-Trio ist, dann ist es schon etwas anderes als ein Ravel-Trio.

Benjamin Engeli: Aber die Werke, die auf der Liste sind, sind eigentlich alle sehr parat.

Esther Hoppe: Wenn jetzt ein neues Werk hinzukommt, dann versuchen wir es auch immer erst bei einem zu lassen, also nicht ein ganzes Programm mit neuen Werken zu spielen.

Ensemble: Denken Sie, dass Ihr Trio-Klang aufgrund Ihrer solistischen Tätigkeiten anders ist als bei anderen Klaviertrios?

Benjamin Engeli: Ich denke schon, denn durch die solis-tischen Tätigkeiten gibt es eine gewisse Brillanz in unserem Spiel, als wenn man nur Trio spielt. Ich kann mir vorstellen, dass man dann wahrscheinlich immer mehr abrundet, wenn man zu dritt spielt. Und das gibt es bei uns gar nicht.
Ensemble: Aber komischerweise ist mir gerade dies als positives Merkmal bei Ihrem Spiel aufgefallen: dass Sie einen unglaublich verschmelzenden Klang haben, obwohl die Instrumente doch so unterschiedlich und dennoch einzeln hörbar sind. Wie erklären Sie sich das? [alle drei runzeln die Stirn und sind ein paar Sekunden nachdenklich.]

Esther Hoppe:: Danke für das Kompliment [alle lachen] ...

Maximilian Hornung: ... so wussten wir das noch nicht. [wieder allgemeines Lachen]

Esther Hoppe: Nein, aber im Ernst, ich denke, dass wir alle sehr viel Freiraum beim Spielen brauchen. Wir sind eine Gruppe, in der wir nicht viel proben müssen. Es funktioniert eigentlich fast besser, wenn wir uns den genügenden Freiraum lassen. Wir hören uns gut zu und wir kennen uns so gut, dass wir immens schnell aufeinander reagieren. Deswegen versuchen wir auch in den Konzerten, jedem seinen Freiraum und seine Individualität zu lassen. Aber dadurch, dass der Respekt untereinander da ist, funktioniert es dennoch sehr gut.
Benjamin Engeli: Stimmt, das mit dem Freiraum ist wichtig. Man kann unheimlich viel vorschreiben und sich im Vorfeld ausdenken. Und dann meinen wahrscheinlich viele, dass dies zu einem guten Ergebnis führt. Aber man entwickelt mehr Freiheiten, wenn man sich einfach nur gut zuhört.

Ensemble: Aber das Zuhören und Aufeinander-Reagieren lernt man doch auch dadurch, dass man sich immer besser in der Gruppe kennen lernt, oder?
Alle: Ja!

Benjamin Engeli: Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht proben, wir haben schon bei einem Werk eine klare Vorstellung davon, was wir machen wollen.

Ensemble: So hatte ich das auch verstanden. Da Sie sich so gut kennen, ist das Erarbeiten von neuen Werken  dann wohl auch leichter. Bedeutet das, dass Sie seltenere Auseinandersetzungen bei Proben haben?
Benjamin Engeli: Das kommt darauf an, bei einem neuen Werk haben wir sehr gekämpft, einem Werk für eine Uraufführung.

Maximilian Hornung: Aber im Allgemeinen sind wir sehr tolerant zueinander.

Ensemble: Wie hat sich eigentlich der Gewinn des ARD-Musikwettbewerbs auf Ihr Ensembleleben ausgewirkt, denn dies war ja wohl der bedeutendste Preis, den Sie gewonnen haben?

Maximilian Hornung: Ich habe eigentlich mehr erwartet, aber natürlich haben wir nun den Stempel 1. Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs und so haben wir es viel leichter, Anfragen zu bekommen.

Benjamin Engeli: Wir werden auch ernster genommen, können bei Veranstaltern leichter unsere Programmwünsche und auch unsere Terminwünsche durchsetzen.

Ensemble: Aber – wenn ich es richtig verstanden habe – die Konzerte, die danach kamen, waren nicht so gut?

Alle drei: Doch, doch, die waren schon gut.

Benjamin Engeli: Eigentlich haben wir gedacht, dass es international mehr Aufmerksamkeit gibt. In Deutschland, da läuft es gut, aber international halt nicht.

Maximilian Hornung [lachend]: Wir sind trotzdem zufrieden.

Ensemble: Wie sieht denn eigentlich ein typisches Tecchler-Trio-Wunschprogramm aus, wenn es so etwas überhaupt gibt?

Benjamin Engeli: Heute das Programm finde ich gut. Suks „Elegie“, Mendelssohns d-Moll-Trio und das große Rachmaninow-Trio.

Maximilian Hornung: Ja, heute ist es schön romantisch, da kann man sich richtig reinlegen. Vor allem kriegt man diese Stücke wirklich nicht tot, da müsste man sich schon echt anstrengen, um die schlecht zu spielen. Dagegen ist ein Mozart-Trio wirklich heikel.

Esther Hoppe: Aber ich finde schon, dass die Abwechslung im Programm das Spannende ist. Gestern hatten wir beispielsweise anstatt Mendelssohn Beethoven im Programm und heute finde ich es schön, dass wir keinen Beethoven, sondern Mendelssohn im Programm haben. Für mich gibt es eigentlich kein Wunschprogramm.

Benjamin Engeli: Wir haben immer wieder anderthalb Programme, so dass wir ein Stück pro Konzert immer austauschen können.

Esther Hoppe: Zudem wirkt es ja auch ganz anders, wenn man einmal ein Stück am Anfang oder am Ende eines Programms spielt – und dann ist es immer spannend, dass die Wirkung auch auf uns vollkommen anders ist und es sich verändert.

Ensemble: Bislang haben Sie ja zwei CDs eingespielt, eine dritte ist ja aufgenommen ...

Benjamin Engeli: ... ja, die wird es aber so schnell nicht geben. Denn das Label hat dichtgemacht. Das war der Förderpreis des ARD-Wettbewerbs. Aber die Aufnahme ist getan, die Rechte liegen beim Bayerischen Rundfunk und wir schauen nun, welches Label diese Aufnahme übernehmen möchte.

Ensemble: Sind Ihnen Aufnahmen wichtig?

Benjamin Engeli: Natürlich gibt es eine gewisse Aufmerksamkeit. Aber es ist nicht mehr so wie noch vor 15 Jahren, wo eine CD-Einspielung noch einen anderen Stellenwert hatte.

Esther Hoppe: Natürlich ist es gut, wenn man regelmäßig eine CD macht.

Benjamin Engeli: Aber früher gab es ja noch das Denken, dass man Werkzyklen eines Komponisten komplett einspielen müsste. Das finde ich nicht gut, denn dann wäre man ja alle halbe Jahre im Studio. Und das finde ich nicht unbedingt zwingend. Da spiele ich lieber Konzerte.

Esther Hoppe: Live-Aufnahmen wären da gut. Ich bin soundso eine Freundin von Live-Aufnahmen.

Ensemble: Gibt es da auch noch Werke, die Sie gerne in Zukunft einspielen wollten?

Maximilian Hornung: Ja, die Mendelssohn-Trios würden uns zum Beispiel mal Spaß machen, aufzunehmen.

Esther Hoppe: Den Rachmaninow, den wir heute spielen, würde ich auch gerne aufnehmen.

Benjamin Engeli: Ich glaube aber, dass der wirklich live besser ist.

Esther Hoppe: Dann sollten wir eine Live-Aufnahme machen, sage ich doch. [sie lacht]

Benjamin Engeli: Eine Aufnahme ist jetzt auch in Planung, mit Werken von Tobias Schneid, der ja auch das Pflichtstück für den ARD-Wettbewerb geschrieben hat. Seine beiden Klaviertrios werden wir einspielen, und dann jeweils noch Solostücke von ihm. Die wird bei Wergo erscheinen.

Ensemble: Vielen Dank für das Gespräch.
 
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